Dorfkirche
Pessin (Havelland)

Pessin

finden Sie an der Bundesstraße 5 zwischen Berlin und Hamburg ca. 50 km von der Berliner Stadtgrenze entfernt. Es liegt südlich von Friesack im Westhavelländischen Ländchen an der Grenze zum Naturraum Nauener Platte in mitten des Havelländischen Luches. Nördlich der Gemeinde befindet sich der Große Havelländische Hauptkanal. Durch die Gemeinde Pessin führt der Havelland-Radweg.

Kirche

Die im Kern in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet Kirche gilt als die älteste Kirche des Westhavellands und umfasst mehrere Baustile, wie spätgotischen Feldsteinbau und die Backsteingotik. Der Turm wurde auf einem Feldsteinsockel, dem Rest eines alten Feldsteinbaues aus dem 13. Jahrhundert als Querturm errichtet, dessen Äußeres ein Backsteinmauerwerk im spätgotischen Stil ziert und in dessen Inneren auch viele Feldsteine Verwendung fanden. Das Kirchenschiff besteht aus zwei Teilen, dem kleinen älteren westlichen Teil und dem großen östlichen Teil. Der Westteil des Kirchenschiffes macht den Anschein der Rest einer älteren Feldsteinkirche zu sein, welcher von außen mittels Lauben auf die Breite des Ostteils verreitet wurde. Der Ostteil des Kirchenschiffes wurde im Jahre 1739 ein dreischiffiges verbreitertes Langhaus im einfachen Barock errichtet und bildet heute den Hauptteil der Kirche. Im Inneren der Kirchen sind neben einem Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert noch zahlreiche Wappenzeichnungen der ehemaligen Patrone zu finden unter anderem von Friedrich Wilhelm von Knoblauch und seiner Gattin Pauline von Bardeleben, der Namenspatronin heutigen Nachbargemeinde Paulinenaue. 2013 wurde die barocke Decke mit ihren 8 Engelsfiguren und dem Wappen derer von Bredow (einst Patrone der Dorfkirche Pessin) rekonstruiert.

Kirchengeschichte

„Pessin. Dies ist die Kampfesstätte (oder vielleicht in Zootzen) der Ribbecks, Knoblochs und Bredows.“ - schrieb einst Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg über Pessin.

Die erste nachweisliche schriftliche Erwähnung von Pessin stammt aus dem Jahre 1269, die Zuordnung eine frühere Nennung eines Ortes Pusyn (Posyn) von 1197 nach Pessin ist umstritten. Die Geschichte Pessins ist eng verbunden mit den alten mittelmärkischen Adelsgeschlechtern von Bredow und von Knoblauch (Ersterwähnung beider Geschlechter 1375; letzter mit Fricze von Knoblok). Sigmund von Knoblauch, Sohn des Fricze von Knoblok, ließ nach seiner Belehnung von 1416 im Jahre 1419 das Herrenhaus derer von Knoblauch errichten, welches heute als das älteste Herrenhaus des niederen märkischen Adels in der Mark Brandenburg gilt und sich heute in Privatbesitz befinden. 1608 gab es in Pessin 8 Rittersitze. 1779 lebten 439 Menschen in Pessin 1860 bereits 650. 1850 errichten die Knoblauchs ein weiteres Herrenhaus, welche nach dem 2. Weltkrieg als Sitz der LPG diente, heute jedoch abgerissen ist. 1835 errichtet derer von Bredow ein Herrenhaus, was nach dem Verkauf des Gutes 1928 bis 1999 zur Schule umfunktioniert wurde, heute befindet es sich als Wohnhaus in Privatbesitz.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl am 31. Juli 2013: 654; 1818-1952 zum Landkreis Westhavelland, 1952-1993 zum Kreis Nauen/Bezirk Potsdam, seit 1993 zum Landkreis Havelland, seit 1992 dem Amt Friesack angehörig

Text und Foto: S. Sengebusch-Kähne

Weitere Infos im Internet:

E-Mail:

Internet: http://www.dorfkirche-pessin.de/

Sonntag, 3. Dezember, 14:00 Uhr Evangelische Kirche St. Nikolai Adventskonzert

Junge Künstler der Kreismusikschule "Gebrüder Graun" Elbe-Elster laden zum klangvollen Konzert zu Beginn der Adventszeit nach Uebigau. 

Anschrift: Evangelische Kirche St. Nikolai, An der Kirche, 04938 Uebigau Karte

Samstag, 9. Dezember, 16:00 Uhr Evangelische Kirche Borgsdorf Winterliche Klänge
Sonntag, 10. Dezember, 16:00 Uhr Ev. Sankt Barbara Kirche Oschätzchen Adventsmusik am Kachelofen
Dienstag, 19. Dezember, 16:30 Uhr Ev. Kirche Brieselang Weihnachtskonzert