Dorfkirche
Gadow (Ostprignitz-Ruppin)

Kirche

Die Gadower Kirche blickt auf eine lange, bewegte Geschichte zurück. Schon 1540 wurde Gadow als Pfarrdorf erwähnt und seit dem Jahre 1557 wurde ein Predigerverzeichnis geführt. Es muss daher seit dieser Zeit auch eine Kirche gegeben haben. Im 16. Jahrhundert war Gadow Mutterkirche. Zu ihr gehörten die Tochterkirchen Dünamünde, Goldbeck, Zootzen, Gut und Kolonie Friedrichsgüte, Oberförsterei Neuendorf, Försterei Quäste und Alte Walkmühle. Die mittelalterliche Kirche (aus dem 12./13. Jahrhundert) war, so glaubt man, ein Fachwerkbau. Sie wurde vermutlich während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) stark beschädigt oder zerstört.

So wurde um das Jahr 1680 eine neue Kirche errichtet. Es handelte sich um einen sehr seltenen verputzten Steinbau im protestantisch-barocken Stil. 200 Menschen fanden in ihr Platz. Die zwei Kirchglocken wurden im Jahre 1681 von Johann Heinrich gegossen. Die Grundfläche dieser Kirche war ein Kreuz. Leider ist uns bis auf diese Tatsachen nichts über dieses faszinierende Gebäude bekannt.Unter Leitung Friedrich August Stülers wurde im Jahre 1839/40 die große Glocke umgegossen.

Ab 1842 wurde erwogen, die vorhandene Kirche auszubauen. Am 1.08.1843 veranlasste die Regierung in Potsdam die Anbringung von 17 Klappsitzen. Das konnte den Bedarf natürlich nicht decken. Deshalb und aufgrund der starken Reparaturbedürftigkeit des Daches entschloss man sich, an der Stelle der Alten, eine neue Kirche zu bauen. Kreisbaumeister Wedeke aus Kyritz lieferte den Bauentwurf. Wedeke favorisierte bei seinen Arbeiten den frühchristlich-romanischen Stil. Er entwarf unter anderem auch die Kirchen der Dörfer Zempow, Dranse und Teetz. Seine Entwürfe wurden stets von Regierungsbeamten überarbeitet. Darunter waren Friedrich August Stüler, der Architekt Friedrich Wilhelms III, Regierungsbaurat Horn aus Potsdam und der Herr Kreis-Bauinspektor von Rosainsky. Diese waren Anhänger der gotischen Baukunst und verliehen den Entwürfen Wedekes gotische Elemente, wie gestreckte Fenster und hohe spitze Kirchtürme.

Am 09.06.1858 wurde durch den Regenten Wilhelm Prinz von Preußen, anstelle seines kranken Bruders König Wilhelm III, die Baugenehmigung für den Neubau der Gadower Kirche erteilt. Am 20. April 1861 war es dann soweit. Der Grundstein für die neue große Kirche wurde gelegt. Teilweise wurde der Neubau sogar auf dem Fundament der alten Kirche errichtet. Bis in das Jahr 1861 wurde aus Kostengründen und im Rahmen des Denkmalschutzes erwogen, den Turm der alten Kirche zu erhalten.

Der Schiefer für das Dach der Kirche kam aus Wales, Groß Britannien. Er wurde mit Schiffen nach Hamburg transportiert.

Zum Ende des Jahres 1862 wurde die neue Kirche fertig gestellt.


Sonntag, 3. Dezember, 14:00 Uhr Evangelische Kirche St. Nikolai Adventskonzert

Junge Künstler der Kreismusikschule "Gebrüder Graun" Elbe-Elster laden zum klangvollen Konzert zu Beginn der Adventszeit nach Uebigau. 

Anschrift: Evangelische Kirche St. Nikolai, An der Kirche, 04938 Uebigau Karte

Samstag, 9. Dezember, 16:00 Uhr Evangelische Kirche Borgsdorf Winterliche Klänge
Sonntag, 10. Dezember, 16:00 Uhr Ev. Sankt Barbara Kirche Oschätzchen Adventsmusik am Kachelofen
Dienstag, 19. Dezember, 16:30 Uhr Ev. Kirche Brieselang Weihnachtskonzert