Dorfkirche
Roddan (Prignitz)

Kirche

Kleine barocke Hallenkirche als Fachwerkbau (1680, Balken Südseite), Glockenturm auf der Westseite (Glocke 1893) trug früher die Wetterfahne 1705. Der ehemalige Turmhelm wurde in den 1970er Jahren zusammen mit dem Glockenstuhl abgerissen, die Glocke stand außerhalb auf einem Betonmast.

Der Wiederaufbau erfolgte 1995/96 aus finanziellen Gründen nur biszur Höhe des Glockenstuhls. Die Bauzeichnung für den Turmhelm von 1912 wurde aufgefunden, der Turmhelm ist 2011 wieder erstanden mit neuer Wetterfahne. In den Folgejahren wurde Schritt für Schritt auch das Innere der Kirche saniert/restauriert. Die Bemalung am Balkenwerk der Holzdecke ließ sich durch Restaurierung retten. Der Barockaltar von 1712 mit Akanthuswangen ist ebenso erhalten wie das Altarbild von 1882. Als Besonderheit weisen wir auf einen stehenden Taufengel hin, datierend um 1720. Das Relief der Westempore (ohne Orgel) und die Deckenbalken sind mit Bibelsprüchen verziert.

Unser aktuelles Projekt, für das wir Spenden sammeln, besteht in der Sanierung von Teilen des Fachwerks (Schwellen und Balkenköpfe), die insbesondere an der Wetterseite stark vewittert bzw. durch Feuchte geschädigt sind.

Kirchengeschichte

Erbaut im Rundling eines nach dem 30jährigen Krieg völlig verwüsteten Dorfes, zugehörig zum Patronat des Gutes Quitzöbel, das nacheinander die Familien von Quitzow, von Bülow, von Gansauge und von Jagow innehatten. Die Kirche hatte keinen eigenen Pfarrer. Es waren Pfarrer aus Quitzöbel, aus Legde, Nitzow, Havelberg, Rühstädt zuständig - derzeit gehört die Dorfkirche zum Sprengel Rühstädt. Die Kirche sollte 1977 ganz abgerissen werden - sie entging dem Schicksal durch Denkmalschutz, verfiel aber bis zum Beginn der Rekonstruktion 1994/95.

Dorfgeschichte

Erste Erwähnung 1274 als Rodene, benannt nach einem Waldgebiet. Nach dem 30jährigen Krieg zählte der Landreiter nur 7 männliche Personen. Wiederaufbau als Rundling mit giebelständigen Wohnhäusern und der Kirche mit Kirchhof als Mittelpunkt. Ein großer Brand in 1808 zerstörte einen Teil des Rundlings - beim Wiederaufbau wurden weitere Abstände zwischen den Häusern verlangt - das Dorf dehnte sich in nördlicher Richtung aus.

Einwohner: 1895 - 267 (wahrscheinlicher Höhepunkt, wohl durch wirtschaftlichen Aufschwung bedingt infolge der nahen Bahnstrecke Hamburg - Berlin. Bis 1939 gesunken auf 192; 1946 durch Flüchtlinge kurzzeitig auf 289 angewachsen; Februar 1999 noch 107, März 2011 noch 103 Einwohner (einschließlich Zweitwohnsitzer).

Roddan ist seit 1975 als Ortsteil zu Legde eingemeindet - inzwischen Gemeindeteil von Legde/Quitzöbel, aber postalisch nur noch als Roddaner Dorfstraße geführt. Der Ort gehört zum Landkreis Prignitz - früher Westprignitz bzw. zu DDR-Zeiten Bezirk Schwerin

Text und Fotos : M. Dieter

Quellen: 725 Jahre Roddan, Chronik 1999 - und "Aus der Geschichte des Prignitzdorfes Roddan" Aufsatz von Dr. Uwe Czubatynski, Pfarrer für Roddan bis 2004 - Silke Last+Gottfried Winter "Dorfkirchen in der Prignitzer Elbtalaue"

E-Mail:

Samstag, 16. September, 14:00 Uhr Dorfkirche Kotzen Spätsommerkonzert

Das Gesangsensemble der Musik- & Kunstschule Havelland Concino singt für die Sanierung der Kirche.

Anschrift: Dorfkirche Kotzen, Kirchstr. 1, 14715 Nennhausen Karte

Samstag, 16. September, 15:00 Uhr St. Marienkirche Frankfurt/Oder Deutsch-polnisches Festkonzert
Samstag, 16. September, 17:00 Uhr Dorfkirche Groß-Ziethen Festjubliäumskonzert
Sonntag, 17. September, 14:00 Uhr Dorfkirche Frauenhorst Benefizkonzert
Sonntag, 17. September, 15:30 Uhr Sankt-Marien-Andreas-Kirche Rathenow Herbstlicher Gesang
Sonntag, 8. Oktober, 17:00 Uhr St. Marien Kirche Strausberg Traditionskonzert
Samstag, 14. Oktober, 16:30 Uhr Kolonistenkirche Neulietzegöricke Herbstkonzert
Sonntag, 15. Oktober, 15:00 Uhr Dorfkirche Schorbus Traditionskonzert
Sonntag, 3. Dezember, 14:00 Uhr Evangelische Kirche St. Nikolai Adventskonzert
Samstag, 9. Dezember, 16:00 Uhr Evangelische Kirche Borgsdorf Winterliche Klänge
Sonntag, 10. Dezember, 16:00 Uhr Ev. Sankt Barbara Kirche Oschätzchen Adventsmusik am Kachelofen
Dienstag, 19. Dezember, 16:30 Uhr Ev. Kirche Brieselang Weihnachtskonzert