Dorfkirche Rohrbeck
Dallgow-Döberitz, OT Rohrbeck (Havelland)

Die Rohrbecker Dorfkirche

Weithin sichtbar thront sie über dem idyllischen Dörfchen - die Rohrbecker Kirche.

Seit 700 Jahren ist sie Mittelpunkt der Gemeinde im Havelland. In den vergangenen Jahren ist Rohrbeck durch Zuzug vieler junger Familien aus Berlin sehr gewachsen, die Zahl der Gemeindeglieder hat sich seit 1998 verdreifacht. Um die Rohrbecker Kirche auch für nachfolgende Generationen als lebendigen religiösen und kulturellen Ort zu erhalten, wird das denkmalgeschützte Gebäude derzeit saniert.

Baugeschichte

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Rohrbecker Kirche im Zuge der Christianisierung Brandenburgs vom Spandauer Benedektinerinnen-Kloster aus gegründet - im Jahr 1313 wurde das Pfarrdorf "Rohrbeke" das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Kirche wurde im Mittelalter (14./15. Jahrhundert) als rechteckiger Saalbau im romanischen Stil aus Feldsteinen erbaut.

Sie gehört zu den ältesten Bauten des Havellandes. Insbesondere das Feldsteinmauerwerk und die aus Klosterziegeln gemauerte Sakristei mit Kreuzgewölbe und Sakramentsnische deuten auf diese Entstehungszeit hin. Epitaphe und Leichensteine im Innenraum der Kirche lassen sich bis in das Jahr 1585 zurück datieren.

Der Kirchturm war ursprünglich aus Holz errichtet und brannte 1590 durch einen Blitzschlag nieder. 1610 ersetzte man ihn durch den heutigen Fachwerkturm, der von außen mit einer Steinfassade verblendet wurde. Die halbrunde Apsis an der Ostseite und das Tonnengewölbe erhielt die Kirche zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Innenraum

Auch die Innenausstattung der Kirche ist überwiegend denkmalgeschützt und beeindruckt den Besucher durch Schönheit und Alter. So trägt die Kanzel als Erbauungsjahr die Zahl 1695. Ein von der Decke herabschwebender hölzener Taufengel hält eine Schale aus Messing, die 320 Jahre alt ist. Bis heute werden die Rohrbecker Kinder mit Wasser aus dieser Schale getauft.

Der Barockaltar mit einem Bild von der Kreuzigung Jesu und großen geschnitzten Engeln als Altarflügel ist auf den Beginn des 18. Jahrhunderts datiert.

Eine besondere Atmosphäre lässt das Kerzenlicht des achtarmigen Kronleuchters und der Apostelleuchter an den Wänden aus dem Jahr 1905 entstehen.

In den Jahren 2009/2010 wurden das Turmfachwerk, die Fassade des Kirchenschiffs und die Fenster der Kirche saniert. Dank einer großzügigen Spende konnte der Taufengel restauriert werden.

Foto: Christel Waeder
Text: Annekathrin Bergner, Elisabeth Fleisch
Quelle: Archiv Manfred Kluger 2/2005

Kontakt

Förderkreis Kirchensanierung Rohrbeck

Elisabeth Fleisch, Tel. 03322 - 275634
Christel Waeder, Tel. 03322-203457

Dorfstraße 7
14624 Dallgow-Döberitz, OT Rohrbeck

Spendenkonto

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Internet: http://www.kirche-rohrbeck.de/

Dienstag, 19. Dezember, 16:30 Uhr Ev. Kirche Brieselang Weihnachtskonzert

Gitarren- und HarfenschülerInnen der Musik- und Kunstschule Havelland präsentieren gezupfte Weihnachtslieder und stimmen ein auf die besinnliche Zeit des Jahres.

Anschrift: Ev. Kirche Brieselang, Karl-Marx-Straße 139, 14656 Brieselang Karte