Dorfkirche
Zützen (Dahme-Spreewald)

Grüß Gott und herzlich Willkommen in der evangelischen Dorfkirche Zützen!

Dieses Gotteshaus entstand im 15. Jh. und ist das äl­teste Bauwerk im Gemeindegebiet. Ur­sprünglich als schlichter Feld­steinbau mit einem Holzturm ange­legt, vereint es heute Baustile aus sechs Jahrhun­derten, die eine stimmungsvolle Kulisse für sommerliche Konzerte bieten.

Aus mittelalterlicher Zeit stammt noch die aus Feldsteinen erbaute Außenmauer des Kirchenschiffs. Spätgotisch sind auch das spitzbogige Südportal und die zugesetzte Pforte daneben. Im vierfach abgetreppten Portalgewände wurden nach altem wendischen Brauch Näpfchen und Kerben eingeschliffen.

1710 erhielt die Kirche eine reiche, frühbarocke Ausstattung. Die Logen und das Beichtgestühl wurden bei der Kirchensanierung in den 60er Jahren entfernt. Erhalten blieben der reich verzierte Altarretabel und die zugehörige Kanzel, die der Luckauer Maler CHRISTIAN ZIMMERMANN ausgestattet hat. Der Korb der 2013 restaurierten Kanzel ist mit Bildnissen der vier Evangelisten und des Salvator Mundi geschmückt. Im Übergang zur Treppenwange demonstriert ein Freilegungsfeld die ursprünglich prächtige Barockmarmorierung, die im 19. Jh. auch am Altar grau-weiß überfasst wurde. Auf den vier Tafelbildern des dreigeschossigen Retabels ist der Leidensweg Jesu darstellt. Die Kreuzigungsszene wird von gewundenen Säulchen flankiert, zwischen denen die Figuren des Moses und des Salvator Mundi stehen. Den Aufsatz umrahmen aufwändige Muschelschnitzereien und Kartuschen, bemalt mit christlichen Symbolen und den Wappen der Stifter. Eine gut erhaltene Inschrift auf der Rückseite gedenkt C. F. von BERGER und dessen Gattin SIBYLLA ELISABETH, einer geborene von DROSTE, die mit der berühmten Dichterin ANNETTE von DROSTE-HÜLSHOFF (1797–1848) gemeinsame Wurzeln hatte.

Die Sandsteintaufe und das zugehörige Zinnbecken von 1809 zeigen bereits strenge Empireformen und sind ein Geschenk der Familie von KLEIST. Diese stiftete auch die romantische Orgel auf der gegenüberliegenden Hufeisenempore von 1770. Der Orgelprospekt datiert mit seiner Jugendstil-Ausmalung aus dem Jahr 1913. Das zweimanualige Werk von A. SCHUKE aus Potsdam wurde bei der Generalsanierung von 1996/97 ausgebaut. Z. Zt. begleitet eine elektronische Orgel im Chor den Gottesdienst.

Die Nordwand neben der Orgelempore schmückt ein klassizistisches Denkmal für G. E. G. LANGENN auf Sagritz. Es zeigt die Figur einer Trauernden, die auf einem hohen Inschriftensockel sitzt. Die beiden Grabplatten daneben wurden bei der Rekonstruktion des historischen Ziegelbodens gehoben. Ihre Inschriften datieren aus dem 17. Jh., in dem Bestattungen in der Kirche allgemein üblich waren. Weitere solcher Grabtafeln hängen rings um den Kirchturm.

Das figürlich reich ausgestattete Sandstein­epitaph an der Südwand entstand Anfang des 19. Jh.. Eine Vi­tenta­fel aus schwar­zem Marmor erinnert an C. W. von KLEIST (†1766) und seine Gemahlin, welche die fast 200jährige Herr­schaft der KLEIST auf Züt­zen begründeten und auch den barocken Umbau der Kirche veranlassten. Das Gebäude erhielt die hohen Korbbogenfenster und den geschweiften Ostgiebel. In der östlichen Kirchhofmauer entstand das Rundbogenportal mit dem schmiedeeisernen Tor und am Nordschiff ein Anbau, über den die Adelsfamilie ihre Loge betrat. Der 1759 be­gonnene Achteckturm mit dem Quadratsockel konnte erst nach dem Siebenjährigen Krieg voll­endet werden. Im Untergrund des Turmes befin­det sich die heute ver­schlossene Grablege der Familie von KLEIST, davor ein in der Wende zum 20. Jh. ange­legter Familien­fried­hof. Neben dem Südportal stehen weitere Gedenksteine für E. M. GREIFFENHAGEN († 1820) sowie für ihren Schwager, den Prediger C. F. ZEHE († 1820) und seine Frau.

Dienstag, 19. Dezember, 16:30 Uhr Ev. Kirche Brieselang Weihnachtskonzert

Gitarren- und HarfenschülerInnen der Musik- und Kunstschule Havelland präsentieren gezupfte Weihnachtslieder und stimmen ein auf die besinnliche Zeit des Jahres.

Anschrift: Ev. Kirche Brieselang, Karl-Marx-Straße 139, 14656 Brieselang Karte